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brigitte


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Heilwirkung der Aloe Vera Pflanze
Verfasst am: 04.02.2009, 11:59

Aloe Vera, die Echte Aloe, gehört botanisch zur Familie der Asphodelaceae und ist eine Gattung der Liliengewächse. Bereits seit Tausenden von Jahren greifen die Menschen erfolgreich zu Mitteln aus der Natur, um körperlichen Leiden vorzubeugen und sie zu bekämpfen, so auch zu der Aloe Vera. Während im eu-ropäischen Raum die Droge fast nur zur Anregung der Verdauung und wegen ihrer abführenden Eigenschaften gebraucht wird, ist das Anwendungsspektrum in anderen Kulturkreisen vielseitiger. Verwendet werden neben dem eingetrockneten Saft auch der frische Blattsaft, ganze Blätter, das Gel des wasserspeichenden Gewebes (hat keine abführende Wirkung) und auch die Wurzeln.

Die ersten Aufzeichnungen zum nährenden Saft der Aloe-Vera-Pflanze wurden vor etwa 6000 Jahren in Ägypten gemacht. Sie galt als Pflanze, deren „Blut" Schönheit, Gesundheit und Unvergänglichkeit verleiht. Kleopatra und Nofretete schätzten den wohltuen-den Saft und verwendeten ihn zur täglichen Haut- und Schönheitspflege. Der Gebrauch von Aloe Vera galt als Streben nach körperlicher Schönheit. Für die Kaiser des antiken China symbolisierten die heilkräftigen hornigen Rand-stacheln der Aloeblätter die heiligen Nägel der Gottheit. In den asiatischen Ländern war die Aloe Vera zu dieser Zeit bereits ein fester Bestandteil der medizinischen Behandlungen. Alexander der Große (356-323 v. Chr.) ließ die Verletzungen seiner Krieger mit dem Saft der Aloe Vera auskurieren. Er ließ sie in Wagen pflanzen, damit er immer frische Vorräte auf seinen Feldzügen hatte. Es heißt, Aristoteles habe Alexander den Großen dazu überredet, die Insel Sokotra zu erobern, um in den Besitz der Aloe-Haine zu kommen – damit standen ausreichend Heilmittel zur Verfügung, um die verletzten Krieger versorgen zu können. Im neuen Testament ist zu lesen, daß der Leichnam Jesu mit einer Mischung aus Myrhhe und Aloe einbalsamiert wurde.

Auch die Römer nutzten die Erfahrungen der Ägypter und Griechen mit der wohltuenden Wirkung der Aloe-Vera-Pflanze. Während der Herrschaft von Kaiser Nero, um 50 n. Chr., lebte der im ganzen Orient herumreisende Arzt und Naturforscher Dioskurides. Er stellte in mehreren Büchern eine Arz neimittellehre mit vielen Rezepten zur Behandlung von einigen hundert Krankheitsbildern auf. In seinen umfangreichen Kapiteln über die positive Wirkung von Pflanzen beschreibt er die Aloe als eine seiner bevorzugten Heilpflanzen. Er empfahl die Anwendung des Aloe-Vera-Saftes bei zahlrei-chen Beschwerden zur Wundbehandlung, bei Magen- und Darmbeschwerden, Zahnfleischentzündung, Gelenkschmerzen, Juckreiz, Sonnenbrand, Akne, Haarausfall, usw. Mit der Aloe Vera wurden neue Welten entdeckt: Christoph Kolumbus führte Blumentöpfe mit Aloe Vera auf seinen Schiffen mit, um mit dem Aloe-Vera-Saft die Wunden seiner Söldner behan-deln zu können.

Im 16. Jahrhundert sammelten spanische Jesuitenmönche - noch heute bekannt als bestausgebildete Pflanzenkundler und Heiler - die wilde Aloe Vera und verbreiteten sie auch an Orten, an denen sie bis dahin nicht.heimisch war. Die Maya-Indianer gaben dem hoch wirksamen Saft dieser Wüstenpflanze den Namen „Quelle der Jugend".

Bekannt ist auch das Lebenselixier des schwedischen Arztes Dr. Yernest, der im Alter von 104 Jahren an den Folgen eines Reitunfalls starb. Das Rezept des Elixiers war damals schon seit mehreren hundert Jahren ein Familiengeheimnis. Yernests Vater wurde 107, seine Mutter 112 Jahre alt und einer der Vorfahren soll gar 130 Jahre alt geworden sein. Inzwischen ist die Rezep-tur bekannt - das heute unter dem Na-men „Schwedenkräuter" bekannte Elixier hat ziemlich die gleiche

Zusammensetzung:



Eine Unze Soccotra-Aloe, je ein Gros Zitwerwurzel, Enzianwurzel und vom besten Safran, ein Gros feinen Rhabarberwurzel, ein -Gros Lärchenschwamm, ein Gros venezianischer Therlak werden mit einer Pinte gutem Branntwein vermischt, zehn Tage lang ziehen lassen, filtrieren. Der schwedische Doktor versicherte seinerzeit bereits: „Täglich des morgens 7 bis 8 Tropfen dieses Heilmittels in Wein, Tee oder Bouillon genom-men, und man lebt lange, ohne einen Aderlaß oder einen Arzt zu brauchen. Das Wunderbare daran ist, daß dieses Mittel für alles gut ist." Im Sanskrit trägt die Aloe den Namen Ghritakumari. Kuman bedeutet im Sanskrit auch „Mädchen". Man glaubte, daß die Pflanzenheilkunde den Frauen die Energie der Jugend ver-leiht und von regenerierender Wirkung für die weibliche Natur ist. In der indischen Ayurveda-Medizin findet die Aloe vielfältige Anwendungsmöglich-keiten, z.B. als Verjüngungsmittel, bei Menstruationsbeschwerden und zur Kreislaufstabilisation. Ayurveda um-schließt den ganzen Menschen. Seele und Körper müssen in Harmonie sein. Diese Behandlungsart findet auch in den westlichen Industrieländern zu-nehmend Beachtung. Bei den Moham-medanern dient die Aloe-Vera-Pflanze nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als religiöses Glückssymbol. Im 10. Jahrhundert empfahl der Patriarch von Jerusalem Alfred dem Großen von England die Aloe-Heilpflanze. Auf diesem Weg gelangte sie nach Britannien. Ursprünglich war die Aloe-Pflanze nur in Ost- und Südafrika heimisch. Auch heute ist sie noch vorzüglich auf den Kanarischen Inseln zu finden, weil das dortige Klima optimal für die Pflanze ist. Von Sklaven oder seefahrenden Engländern wurde sie dann wahr-scheinlich auf die Westindischen Inseln und nach Florida eingeführt. Im frühen Mittelalter beschreibt die Benediktiner-Nonne Hildegard von Bingen Aloe als Heilmittel bei Gelbsucht, Magenerkran-kungen und Migräne, gegen Zahnfäule und bei eitrigen Geschwüren. Während des 16. Jahrhunderts wurden auch die Indianerstämme mit der Aloe-Heil-pflanze vertraut. Bei ihnen gehörte die Aloe zu den 16 heiligen Pflanzen, die wie Götter verehrt wurden. Mit verdünntem Aloe-Vera-Saft rieben sie sich den ganzen Körper ein, um bei ihren beschwerlichen Wanderungen in den Sumpfgebieten vor Insekten geschützt zu sein. Diese insekten-abweisende Eigenschaft der Aloe wurde später von den Indianern auch dazu genutzt, Materialien, die insektenanfällig waren, z.B. Holz, mit dem Aloe-Vera-Saft einzureiben. Dadurch blieben sie viele Jahre unbe-schädigt. Die indianische Anwendung der Aloe-Vera-Pflanze, vor allem auch bei Verbrennungen, wurde an den amerikanischen Universitäten zwi-schen 1930 und 1950 in zahlreichen Studien untersucht und bestätigt. Ende der fünfziger Jahre ge-lang es Bill C. Coats, einem Apotheker aus Texas, der einen guten Teil seines Lebens mit dem Studium der Aloe Vera verbracht hatte, das frische Mark der Pflanze mittels eines vollkommen natürlichen Verfahrens haltbar zu machen, ohne daß es Nährstoffe verlor. Sein Geheimnis, das er patentieren ließ, besteht darin, das Pflanzenmark drei Tage lang unterschiedlichen Temperaturen auszusetzen und wirksame Antioxidantien wie die Vitamine C und E sowie Sorbit hinzuzufügen. In den USA ist die Behandlung mit Aloe-Vera, sei es als Pflanze zur äußeren Anwendung oder in Form des Aloe-Vera-Saftes zur Nahrungsergänzung, weit verbreitet. Auch unsere Urgroßmütter nannten Aloe Vera als die „Erste-Hilfe-Pflanze" schlechthin. In Europa ist die Aloe Vera hauptsächlich als hautpflegendes, wundheilendes und feuchtigkeitsspendendes Mittel in kosmetischen Produkten bekannt. Der Aloe Vera Saft ist hier erst seit Mitte der 90er Jahre im Handel.

Die Wirkungsweise

Eine der herausragenden Leistungen der Aloe Vera ist ihre Eigenschaft als Entgiftungspräparat. Gerade in der heutigen Zeit von Umweltgiften tut es dem Körper gut, von diesen schädlichen Ablagerungen auf sanfte Weise befreit zu werden. In diesen Zusammenhang gehört auch die Wirkung auf z.B. durch Strahlenschäden angegriffenes Gewebe. Solche Schäden können unter anderem auch durch eine Krebsbehandlung verursacht sein. Einige Patienten berichten hier von positiven Auswirkungen des Aloe-Vera-Gels. Darüber hinaus ist die allgemeine Stärkung des Immunsystems durch ihre mehr als 220 Wirkstoffe nicht zu unterschätzen, was zu einer Kräftigung des gesamten Organismus führt. Aber auch eine schmerzlindernde Wirkung wird dieser wunderbaren Pflanze nachge- sagt. Natürlich ist über die innerliche Anwendung hinaus auch die äußerliche Verwendung der ,Aloe Vera von Nutzen. Auch auf der Haut bewirken die vielen Inhaltsstoffe Heilung und Desinfektion (oft auch in Zusammenhang mit Honig oder Propolis verwendet).

Die pflegende Wirkung der Aloe ist kaum zu überschätzen, weshalb einige Firmen ihre Produkte sogar mit dem Zusatz „verjüngende Wirkung" versehen. Dies halte ich zwar für absolut übertrieben, aber es zeigt dennoch, daß, eine Creme mit Aloe der Haut sehr gut tut.

Die ältesten Berichte jedoch gehen sogar bis auf 1985 zurück. Dr. Bill McAnalley von den Carrington-Laboratorien konnte aus dem Saft der Aloe Vera L. ein Molekül extrahieren, welches Acemannan genannt würde und heute zu den wichtigsten Bestandteilen dieser Heilpflanze zählt. Dr. Bill McAnalley erhielt von verschiedenen AIDS-Kranken, die sich nicht unterein-ander kannten, Zuschriften, daß sie bestimmte Verbesserungen in ihrem Gesundheitszustand beobachteten, nachdem sie die Säfte aus den Blättern der Aloe Vera L. zu sich genommen hatten. Die meisten berichteten, daß ihr Fieber zurückging, sie sich nicht mehr matt fühlten und daß die begleitenden ständig ausbrechenden Krankheiten weniger auftraten. Nach drei Monaten Einnahme des Aloe-Vera-L.-Saftes waren die meisten dieser Kranken wieder soweit hergestellt, daß sie wieder arbeiten konnten.

Positive Folgen für die Patienten hatte: das Fieber sank, nächtliche Schweißasubrüche konnten gestoppt werden Infektionen klangen ab, die Kurzatmigkeit ging zurück, Durchfall hörte auf, sogar die Lymphknoten verkleinerten sich. Im Gegensatz zu anderen Methoden wurden bei dieser Behandlung keinerlei negative Begleiterscheinungen festgestellt.

Pflanzeninfo:

Aloe Vera, die Echte Aloe, gehört botanisch zur Familie der Asphodelaceae und ist eine Gattung der Liliengewächse. Die Pflanze trägt auf einem bis zu 25 cm langen Stamm ca. 20 Blätter in aufrechter, dichter Rosette angeordnet. Diese Blätter sind zwischen 40 und 50 cm lang, basal 6 bis 7 cm breit, recht dick, fleischig, wasserspeichernd (sie gehört zu den Blattsukkulenten), oberseits graugrün mit häufig roter Färbung und haben bei jungen Pflanzen manchmal Flecken. Unterseits sind die Blätter konvex geformt und haben am Blattrand eine leicht rosa Kante mit 2 mm langen, blassen, derben, dor-nigen Zähnen im Abstand von 10 bis 20 mm. Der Blütenstand ist einfach oder ein- bis zweimal verzweigt und 60 bis 90 cm hoch. Die Blütentrauben sind dicht, zylindrisch, nach oben schmal werdend, und die terminale Trau-be wird bis zu 40 cm lang, wobei die unteren Trauben etwas kürzer sind. Die Tragblätter sind fast weiß, die Blüten leuchtend gelb und 3 cm lang. Der Blattsaft ist honigfarben, gelb eintrocknend. Sie werden häufig von Honig-vögeln bestäubt. Es sind immer nur wenige Einzelblüten an einer Pflanze zur selben Zeit geöffnet, was die Nektarsammler zwingt, mehrere Pflanzen anzufliegen. Dadurch wird die Fremdbestäubung gefördert. Die Früchte sind aufspringende Spaltkapseln. Die Aloe bildet zahlreiche Adventivsprossen, mit denen sich die Pflanze vegetativ vermehrt. Alle Aloearten, es sind ca 200, werden durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen vom 3.3.1973 an ihren natürlichen Standorten geschützt. Ausgenommen sind ne-ben Samen, Zellkulturen und ähnlichem „einzelne Blätter sowie Teile und Erzeugnisse davon, welche von außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsge-bietes eingebürgerten oder von künstlich vermehrten Aloen der Art Vera stammen". Anbaugebiete befinden sich auf den niederländischen Antillen, in Küstengebieten von Venezuela sowie in subtropischen Regionen der USA und Mexikos; dort wird die Aloe Vera in großen Plantagen angebaut.
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Tags: heilwirkung, pflanze, wirkung, saft, gel

 
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